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Afternoon-Tea

 

 

AFTERNOON – HIGH ODER ROYAL-TEA?

 

 

Afternoon Tea

Diese Mahlzeit aus Tee, kleinen Sandwiches und feinem süssen Gebäck wird in England gegen 16.00 Uhr und bei uns am Nachmittag serviert.

 

 

 

High-Tea 

Der High Tea war die Abendmahlzeit der arbeitenden Bevölkerung mit Brot, Fleisch, Käse, ähnlich wie wir es vom schweizerischen Café complet kennen und wurde an einem höheren Esstisch eingenommen. Darum nennt man es High-Tea, und es hat wenig mit einem edlen kulinarischen Ereignis zu tun.

 

 

 

Royal Tea 

Zum Royal Tea wird geladen, wenn neben Tee, Sandwiches, Scones und süssen Köstlichkeiten auch noch Champagner oder ein Kir Royal serviert wird.

 

 

 

Wie geniesst du deinen Tee? 

Gibt es ein Ritual, besondere Ingredienzen oder Teesorten?

 

 

Herkunft des Afternoon-Teas 

Die Portugiesin Katharina von Braganza, die Ehefrau von König Charles II, brachte 1662 den Tee erstmals an den englischen Hof. Gemäss der Legende soll eine Hofdame von Queen Victoria (1819-1901), die Duchess of Bedford, den Afternoon Tea erfunden haben.

Sie war ständig zwischen Mittag- und Abendessen hungrig und liess sich gegen 16 Uhr Tee, Brot und Butter servieren. Mit der Zeit lud sie dazu ihre Freunde ein, und bald schon kamen zum Brot noch kleine Kuchen und Sandwiches. Somit verbreitete sich diese Gepflogenheit schnell im ganzen englischen Königreich, wurde zur Tradition und gehört nun zum Alltag.

 

 

 

Tee-Etikette

 

Gedeck 

Das Gedeck besteht aus Tischdecke, edlem Porzellan, silbernem Besteck und natürlich einer Etagere. Diese wird mit System beladen: unten die Sandwiches, in der Mitte die Scones und oben die Petits Fours oder Gebäck

 

 

Scones 

Scones werden in zwei Hälften gebrochen und nicht mit dem Messer durchtrennt. Anschliessend werden die Scones in Stücke gebrochen, mit Clotted Cream und Erdbeerkonfitüre bestrichen und verzehrt. Sie werden nicht wie ein Sandwich oder Burger gegessen, also erst bestreichen und dann mit der oberen Hälfte wieder zusammensetzen.

 

 

Was kommt zuerst: Konfitüre oder Cream? 

Das hat mit der Region zu tun. Wenn du auf der grossen Insel den Afternoon Tea zu dir nimmst, frage doch vorher kurz nach. In der Schweiz werden die Scones erst mit der Cream und dann mit der Konfitüre bestrichen. Noch ein Wort zur Clotted Cream: Diese ist nicht so leicht zu erwerben, wenn man nicht im Süden Englands lebt. Ersatz wäre die Crème de la Gruyère. Die Clotted Cream besteht aus spezieller Milch der Kühe aus Cornwall. Wenn du Gelegenheit hast, diese zu probieren, tu es – sie ist mit nichts anderem zu vergleichen.

 

 

Die Richtung ist entscheidend … oder wie man richtig rührt 

Nachdem dir der Tee eingeschenkt wurde, kommt eventuell noch etwas Milch, je nach Geschmack, dazu. Milch, nicht Creme, das wäre zu gehaltvoll. Auch wenn die Tasse rund ist, bewegt sich der Löffel nur leicht von hinten nach vorne, “up and down”. Klänge sind nicht erwünscht, darum stösst der Löffel nicht an das edle Porzellan.

 

 

Weitere Empfehlungen  

Die Gastgeberin schenkt in der Regel den Tee ein und versorgt die Gäste auch mit Milch, Zucker und Zitrone. Wenn der Tisch tief ist, wird die Tasse gemeinsam mit der Untertasse bis unterhalb des Kinns angehoben. Ansonsten kann man nur zur Tasse greifen. Der sich immer noch hartnäckig gehaltene Glaube, dass jeder Engländer beim Teetrinken den Finger abspreizt, ist eine Mär. Beide Finger werden zurückgekrümmt, so dass die Fingerspitzen auf das Handgelenk zeigen. Der Zeigefinger wird durch den Henkel geführt, der Daumen liegt darauf und der Mittelfinger stützt den Henkel von unten. Das Abspreizen des kleinen Fingers (Aufmerksamkeitsfinger) ist nicht üblich. Der Tee wird in kleinen Schlucken getrunken – ohne Schlürfen natürlich, aber das versteht sich in unserem Kulturkreis ja von selber. Gäste schenken niemals selber ein. Der Löffel wird nach dem Hin- und Herschwenken nicht abgeleckt. Die Bissen der Speisen werden im Mund nicht mit Tee runtergespült. Während des Tees wird nicht geraucht, das wäre schon fast eine Beleidigung der Gastgeberin, weil es das Aroma des Tees verfälscht.

 

 

Und was trägst du zum Tee?

 

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